Eine dezentrale Variante und ein Denkanstoss der IG Schule-mitgestalten

Eine Schulraumplanung für die kleinen Kinder soll folgende Kriterien berücksichtigen​:

  • kleine Kinder - kleine Strukturen

  • selbständiger Schulweg

  • sicherer Schulweg

  • bestehende Infrastruktur nutzen

Die nachfolgende Variante haben wir sorgfältig und mit den uns zur Verfügung stehenden Informationen erarbeitet. Sie ist noch nicht ausdetailliert, sondern ein Denkanstoss für die Konolfinger Schulraumplanung und die zuständige Projektgruppe des Gemeinderats. Wir finden, dass unsere Variante in die Machbarkeitsanalysen der Gemeinde einbezogen werden muss. Die Projektgruppe soll auch zu dieser Variante genaue Zahlen liefern, Vor- und Nachteile den bestehenden Varianten gegenüber stellen und schliesslich dem Stimmvolk vorlegen.

Die Hauptmerkmale der Variante sind, dass die kleinsten Schulkinder wohnortsnah zur Schule gehen können und keine der Hauptstrasse queren müssen, sowie dass die Gemeinde Konolfingen weitgehend die vom Kanton geförderte Basisstufe einführt, d.h. die Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren gemeinsam unterrichtet werden.

Die Mittel- und Oberstufe findet zentral in Kirchbühl und Stockhorn statt, hier erfolgen sinnvollerweise auch die notwendigen Neuinvestitionen an Hallen, Tagesschule, neuen speziellen Raumbedürfnissen etc.

Sonnrain: Die Kinder der Quartiere Tonisbach / Sonnrain besuchen den Kindergarten Sonnrain und anschliessend eine 1./2. Mischklasse im Dörflischulhaus.
Gysenstein: Die Kinder aus Gysenstein, Herolfingen, Ballenbühl, Buechli besuchen eine Basisstufe in Gysenstein.
Zentrum: Die Kinder aus dem Zentrum besuchen eine Basisstufe im Stalden-Schulhaus. 
Dorf: Die Kinder aus Konolfingen-Dorf, Hötschigen usw. werden in zwei Basisstufenklassen im Dörflischulhaus unterrichtet. 
Mooshaus: Die Kinder aus dem  Mooshaus-Quartier besuchen den Kindergarten Mooshaus und anschliessend ein 1./2. Mischklasse im Dörflischulhaus.
Inseli: Die Kinder aus dem Inseli-Quartier den Kinder-garten Inseli und anschliessend eine 1./2. Mischklasse im Stalden.

Varianten ermöglichen, Kriterien zu gewichten!

Kindgerechte Schule

Unser Modell lässt den Schulraum mit den Kindern wachsen. Die kleinen Kinder sollen wohnortsnah in kleinen Strukturen die Schule beginnen. Ein Modell mit Basisstufen trägt dem Umstand Rechnung, dass Kinder je nach individueller Entwicklung die Kompetenzen für die nächste Stufe erreichen. Je grösser die Schülerinnen und Schüler werden, desto grösser wird ihre Welt, desto höher die Ansprüche an moderne Schulanlagen, Zusatzangebote und Wahlfächer. Insbesondere für die Oberstufe brauchen wir eine gut ausgebaute, moderne Infrastruktur.

Verhältnismässige, verkehrssichere Schulwege

Dezentrale Unterstufen stellen sicher, dass Kinder einen ihrer Entwicklung angepassten Schulweg haben. Die Kleinsten besuchen die Basisstufe wohnortsnah. Die Gemeinde wird vom riesigen Aufwand entlastet, mehrmals  täglich  einen  Grossteil  der  Schülerinnen  undSchüler  zur  Schule  und  zurück  nach  Hause zu  chauffieren.  Die  heute bestehenden  Anlagen  erlauben  eine  Schulraumplanung,  bei  der die Schulwege  der  kleinen  Kinder  nur  selten  die  grossen  Hauptstrassen kreuzen.

Bestehende Infrastruktur nutzen und Kosten sparen

Die   Schulhäuser   der   Gemeinde   haben   eine   weitgehend   solide Bausubstanz. Die Kosten für Renovation, Ausbau und Modernisierung der bestehenden Anlagen dürften deutlich kleiner sein als der Abbruch und Neubau einer Gesamtschulanlage. Zusätzlich müssen weniger Notlösungen  zur  Unterbringung von Klassen während Bauzeitengesucht werden, was ebenfalls Kosten spart.

Tagesschule sowie Sport- und Mehrzweckhalle im Zentrum

Ein modernes Konolfingen braucht eine Tagesschule im Zentrum, da ein Grossteil der Schülerinnen und Schüler dort die Schule besucht. Schule und Gemeinde brauchen auch eine zusätzliche Sportanlage und eine der Grösse der Gemeinde angepasste Mehrzweckhalle. Hier existiert Bedarf für einen Neubau.

all drawings © 2016 Sandra Perrin

© 2023 BERLIN DESIGN. Erstellt mit Wix.com.