IG Schule-mitgestalten

- Für eine wohnortnahe, kindergerechte Unterstufe

- Für die Nutzung der vorhandenen Infrastrukturen

- Gegen eine unverantwortliche Verschuldung

Urnenbotschaft

2 x NEIN

Nach 4-jähriger Begleitung der Schulraumplanung Konolfingen müssen wir feststellen, dass sich das Projekt in einer Sackgasse befindet.

 

Der Vorschlag der Behörde ist ein Bau, welcher immense Kosten auslöst, im Schulbetrieb sehr schwierig sein wird aber für die kleinen Kinder keinen pädagogischen Mehrwert bringt.

Wir haben nun:

 

Ein Prestigeobjekt im Zentrum:

  • ein kreisförmiges Gebäude, welches eine fixe Grösse hat, in seiner Form kaum erweitert werden kann und so wenig flexibel ist

  • gestalterisch eher an eine Arena erinnert

  • 12 Basisstufenklassen, welche eingeschlossen in einem Innenhof ihren Tag verbringen, ohne weiteren Bezug zur Aussenwelt

  • mit einer grossen Unruhe durch die Transparenz des allseitig offenen Glasbaus, durch gestaffelte Unterrichtszeiten mit entsprechendem Schallpegel entsteht noch mehr Ablenkung

  • ein Gebäude mit 11 Eingängen wird die kleinen Kinder verwirren, in seiner runden Form ist die Orientierung zusätzlich schwierig

  • mit 24 Klassen am gleichen Standort erleben die Kinder Dichtestress

  • der goldene Ring kostet viel

5 Schulhäuser und 3 Kindergärten, die geschlossen werden sollen:

  • die Schulhäuser können problemlos zu modernen Unterstufenstandorten genutzt werden, was viel günstiger und nachhaltiger ist als neu bauen und vielen Kindern einen unzumutbar langen Schulweg ersparen würde

  

  • die Gebäude müssen sowieso saniert werden, ob als Schul- oder Wohnhaus

  

  • eine Variante Dörfli, die keine ist :

 

  • die Variante „Dörfli“ ist keine echte Variante, da bei der gegebenen Grösse des Rings nicht weniger Raum gebaut werden kann, womit die Kosten durch diese Variante nur erhöht werden

 

  • dabei gibt es im Dörfli, insbesondere mit den neuen Wohneinheiten, einen grossen Bedarf an Schulraum - das Dörflischulhaus wäre ideal

 

Kein anwendbares Schulwegkonzept:

  • notwendige Anpassungen an Schulwegen, Übergängen, Kreuzungen usw. sind weiterhin ungelöst, auch mit dem Verkehrsrichtplan. Dabei wäre es für dieses Geschäft wichtig zu wissen, wie die Kinder zukünftig in die Schule gelangen sollen

 

  • durch das Schliessen der Aussenstandorte wird für viele kleine Kinder der Schulweg unzumutbar lang

 

  • die Kinder können über Mittag aus zeitlichen Gründen nicht mehr nach Hause. Dies wird durch die erhöhte Stundenzahl im neuen Lehrplan verstärkt, Eltern werden ihre Kinder den ganzen Tag nicht sehen

 

Fazit:

  • mit diesen Varianten formen wir eine Gesellschaft, welche zwar betriebsökonomisch optimiert ist, aber ihre Identität verliert und anonym wird. Die gewählte Lösung beeinflusst die soziale Struktur auf Jahrzehnte

 

  • die kleinen Kinder können ihren Schulweg nicht mehr selbständig erleben und müssen von Erwachsenen begleitet werden, was auch für die Familie eine Belastung ist

 

  • durch das Fehlen der Schulhäuser geht der «Dorfcharakter» verloren, das Kinderlachen verschwindet aus den Quartieren

 

  • der Finanzhaushalt der Gemeinde wird übermässig belastet, eine dezentrale Schulstruktur wäre günstiger und vor allem kindergerechter

 

  • ein pädagogischer Mehrwert kann nicht durch einen teuren Neubau begründet werden, neue Lehrpläne erfordern nicht zwingend neue Schulzimmer

 

 

Ein gutes Bildungsangebot ist in erster Linie von guten und motivierten Lehrpersonen abhängig und nicht von einer goldenen Infrastruktur.

 

Für wen bauen wir?

Steht tatsächlich das Kind im Zentrum oder das Prestige der Gemeinde?

 

 

Aus diesen Gründen empfehlen wir den StimmbürgerInnen,

 

beide Varianten abzulehnen:

 

2 x Nein

 

 

 

Wie geht es nach der Ablehnung beider Varianten weiter?

 

  • die Gemeinde Konolfingen braucht eine zukunftsgerichtete und anpassungsfähige Schullandschaft, welche bezahlbar ist, zeitgerecht erstellt werden kann und die Randgebiete nicht ausgrenzt

 

  • da wir unbestritten mehr Schulraum brauchen, schlagen wir einen modularen und für die Zukunft flexiblen Neubau für die gesamte Mittelstufe und Teile der Unterstufe vor

 

  • anwendbare Projekte wurden im Studienwettbewerb vorgelegt, damit ist auch der Projektierungskredit nicht verloren

 

  • die Aussenschulhäuser Dörfli und Gysenstein werden saniert und die Basisstufe im ganzen Gemeindegebiet eingeführt, wie bereits an der Urne bestätigt wurde

 

  • durch einen vernünftigen Neubau im Zentrum erhöht sich der Steuerfuss deutlich weniger, mit einem Kostendach von 20 Millionen können die Ausgaben kontrolliert werden

 

  • und so hätte es noch Geld und Platz für die benötigte Turnhalle

Wer wir sind und wofür wir stehen
Die IG Schule-mitgestalten ist eine Gruppe engagierter Konolfinger Eltern. Wir setzen uns dafür ein, dass die Bevölkerung von Konolfingen die Schulraumplanung aktiv mitbestimmen soll.
Schreiben Sie uns
Schule-mitgestalten
Ballenbühl 480
3503 Gysenstein
 
E: schule-mitgestalten@gmx.ch

all drawings © 2016 Sandra Perrin

© 2023 BERLIN DESIGN. Erstellt mit Wix.com.